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VATERTAG - 8. Juni 2014

Männerbewegung zum Vatertag: Vereinbarungs-Vielfalt statt Einheitsbrei 

Familie und Beruf vereinbaren zu können, sei für viele Väter zu einer „lose-lose-Situation“ geworden, so die Katholische Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) im Vorfeld des Vatertags am Sonntag, 8. Juni. Partnerin und Kinder würden zu Recht einen Vater erwarten, der Zeit mit seiner Familie verbringt und im Haushalt aktiv tätig ist.

Die Wirtschaft verlange eine vollständige. Verfügbarkeit der Männer für den Beruf. Das gesellschaftlich immer noch vorherrschende Modell sei der Vollzeiterwerb der Männer (91% aller männlich Beschäftigten) und Teilzeitarbeit für Frauen. Der Vatertag sei für die Katholische Männerbewegung ein Anlass für eine Nachdenkpause: „Wollen wir die traditionell einheitliche Rollenverteilung beibehalten oder wollen wir eine Vielfalt, die durch individuelle Vereinbarung der Aufgabenteilung entsteht, fördern?“, fragt KMBÖ-Vorsitzender Leopold Wimmer.

Der Einheitsbrei wird den Lebenssituationen von vielen Familien nicht mehr gerecht! Laut der aktuellen österreichischen Männerstudie halten 67% der Männer die österreichische Wirtschaft nicht für familienfreundlich“, so Wimmer. Die Männer wollen Wahlfreiheit und erwarten sich zurecht, dass die Sozialpartner ihre Lebensrealität endlich ernst nehmen, sagt der KMBÖ-Vorsitzende.

Diese Anpassungen könnten - wie jüngst von Familienministerin Karmasin angedeutet - über einen Familienbonus erleichtert werden, wenn beide Elternteile zugunsten der Familie ihre Erwerbsarbeit reduzieren. Vereinbarungs-Vielfalt bedeute auch, dass Karriereknick und finanzielle Benachteiligungen im Alter abgewendet werden könnten. Denn eines sei klar: „Familien müssen genau kalkulieren, wie viel Vereinbarkeit sie sich am Ende des Monats leisten können.“

Väter wollen nicht nur in der Erwerbstätigkeit, sondern auch in der Kindererziehung eine wichtige Rolle spielen. Wenn der Sozialminister, der Wirtschaftsminister und die Sozialpartner die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch zeitgemäße Arbeitszeitmodelle fördern, ermöglichen  sie dadurch den Männern, diese Option wahrzunehmen.“ Dadurch würde Vaterschaft eine bessere Stellung in unserer Gesellschaft haben und Österreich einen Schritt weiter kommen, ein familienfreundliches Land zu sein, betont Leopold Wimmer anlässlich des Vatertags 2014. 

Die Katholische Männerbewegung mit ihren mehr als 30.000 Mitgliedern weiß, dass viele Männer diesen Rollenwechsel wollen. „Für Männer ist nicht nur die Erwerbstätigkeit, sondern auch die Familie ein wichtiger Teil ihres Lebens. Am Vatertag und an jedem anderen Tag“, Wimmer abschießend.

Die Katholische Männerbewegung bietet Materialien an, damit dieser Tag in der Pfarre berücksichtigt und gestaltet werden kann. Abwaschbare Tattoos (siehe Bild), Armbänder und "Gebetsfalter" mit Vatergebeten zum Verteilen können bei der KMB kostenlos bestellt werden.