Banner Logo Katholische Männerbewegung
 
 

Jubiläum: 60 Jahre KMB-Zeitung

Geburtstag. Das Männermagazin y bzw. der RUFER erscheinen seit 60 Jahren. Von St. Pölten ausgehend entwickelte sich ein österreichweites Farbmagazin. Alle langjährigen Leserinnen und Leser mögen sich auf eine Zeitreise einlassen. Und alle, die erst vor kurzem mit dem y in Kontakt getreten sind, möchte ich zu einem Blick auf die Historie einladen.

1957 trafen sich in einem kleinen Zimmer in der St. Pöltner Klostergasse sechs Männer, um die Gründung einer Zeitung der Katholischen Männerbewegung zu diskutieren. Noch im Dezember des selben Jahres erschien die erste Nummer des „RUFER“ mit einer Auflage von 6.000 Stück. Bei der Gründung waren mit dabei: Dr. Werner (KMB-Obmann), Prof. Thoma (Obmann-Stv.), Pobst Edelhauser, Prälat Zimmel, Prälat Willinger und Prälat Ramler. Der damalige KMB-Obmann Dr. Werner am Ende seiner ersten Zeilen: „Der RUFER sei ein Gesinnungsblatt, ein Mitgliedsblatt, ein Diskussionsforum und ein Werbeblatt.“

Verbreitung über die Diözese hinaus
1976 wurde auch in der Diözese Linz ein „RUFer“ gegründet. Die Männerbewegung der Erzdiözese Wien arbeitete eng mit St. Pölten zusammen. Zum 50. Geburtstag (1998) der diözesanen Männerbewegung gab sich die KMB selbst ein „Geschenk“. Der „rufer“ erschien ab der Nummer 9 in einem bunten vierfärbigen Kleid. Nach 45 Jahren wagte der „rufer“ den nächsten Schritt. Er trat den Weg zu einem gesamtösterreichischen Medium an. Im März 2003 erschien die erste Ausgabe des „ypsilon. Im Editorial schrieb Leopold Wimmer: „Das Logo Y steht dabei als Symbol für Mann-Sein, als Hinweis, dass diese Zeitschrift sich ganz besonders männerbezogenen Themen widmen will.“ Der Schritt von der reinen Mitgliederzeitung hin zu einem Männermagazin wurde gesetzt. Die KMB St. Pölten hat als einzige Diözese – neben derzeit sechs Österreich-Ausgaben – weiter regionale Ausgaben.

Am Puls der Zeit
Am Wechsel vom „rufer“ zum „ypsilon“ schrieb Hans Pflügl im Rückblick 2003: Die Redaktonsteams standen jeweils am Puls der Zeit, griffen gesellschaftspolitische Themen ebenso auf wie Auseinandersetzungen mit Glaubensfragen. Zum 30. Jubiläumsjahr zeigte der rufer auch seine „kantige“ Seite. Heiß umstritten waren in diesen Jahren die Themen unter der Rubrik „heiße Eisen“. Von „Wiederverheiratete Geschiedene“, „Bischofswahl durch das Volk“ bis zur Hauptstadtfrage für Niederösterreich, den „Agrarfabriken“ in der Landwirtschaft und dem Waldsterben reichte die Palette für die Leser und Leserinnen wie auch für alle in der Redaktion. Lob und Kritik haben das Blatt Monat für Monat in Diskussionen, Runden und Gesprächen lebendig gehalten. In vielen Regionen und Pfarren ist diese Zeitung zum Begriff geworden und hat tausende Menschen aufgeweckt, sich in christlicher Verantwortung und getreu dem Auftrag der Katholischen Aktion im privaten wie im öffentlichen Leben für die Gestaltung des politischen und religiösen Lebens einzusetzen. Sie ist zu einem wichtigen Motor in der Pastoral geworden.

Blick in die Zukunft
Seit Jänner 2009 erscheint das y nun im annähernd ähnlichen Erscheinungsbild. Mit dem Wechsel der Grafikagentur in diesem Jahr wird auch das Layout angepasst und soll pünktlich zum Jubiläum „15 Jahre Männermagazin y“ im März 2018 Anwendung finden. Verstärkt eingebunden wurden und werden die Leserinnen und Leser. Ebenso bietet das y Platz um Statements von Männer und Frauen zu bestimmten Themen abzudrucken. Wir möchten zum Mitgestalten einladen. Schreiben Sie uns, welche Themen sie gerne im y behandelt haben möchten.

Zum Abschluss darf ich das - für mich geniale - Abschlusswort (2003) von Hans Pflügl am Ende des Rückblicks wiedergeben: „Ein kleiner nostalgischer Rückblick, auch wenn es sich für eine Zeitung eigentlich nicht ziemt. Denn eine Zeitung lebt nicht vom Gestern, sondern vom Morgen. Heute ist Redaktionsschluss für das, was morgen aktuell ist und übermorgen schon zum 'Schnee von gestern' zählt“.
Michael Scholz

Meilensteine
1948: Gründung der Katholischen Männerbewegung
1957: Erste Männerzeitung „RUFER“ erscheint in St. Pölten
1976: Linz gründet auch Männerzeitung „RUFer“
1988: Logo wird von Versalienschrift - auf modernes Schriftbild geändert
1989: Erhöhung des Umfangs von 8 auf 16 Seiten
1998: Umstellung auf Vierfarbendruck
2003: Erste gemeinsame österreichweite Ausgabe/Umbenennung in y
2009: Grafik-Umstellung auf aktuelles Layout
2010: Ausgaben des y auch im Internet

Schriftleitung/Chefredakteure
Diözesan-Ausgaben St. Pölten
Ab Dezember 1957 (1. Ausgabe)
Karl Syllaba
Ab August 1961
Gustav Urbanitsch
Ab Jänner 1963
Rudolf Moshammer
Ab Februar 1967
Franz Habersatter
Ab Jänner 1968
Hans Karner
Ab Dezember 1975
Mag. Josef Bauer
Ab September 1982
Mag. Josef Wessely
Ab Juni 1986
Mag. Hans Pflügl
Ab Oktober 1997
Manfred Reinthaler
Ab November 2002
Josef Muhr
Ab September 2009
Michael Scholz
Österreich-Ausgaben
Ab März 2003
Dr. Markus Himmelbauer
Ab September 2014
Mag. Eberhard Siegl