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Jubiläum 70 Jahre KMB Österreich

Am 13. Mai 1948 begann das Zeitalter der Katholischen Männerbewegung (KMB) in Lambach, als das Katholische Männerwerk Österreichs gegründet wurde. Mit 70 Jahren und mehr als 30.000 Mitgliedern ist die Katholische Männerbewegung die größte Männerorganisation Österreichs.


Gegründet wurde die Katholische Männerbewegung auf der Tagung der Diözesanmännerwerke Österreichs am 13. Mai 1948 in Lambach, Oberösterreich. „Die Vertreter der Diözesanausschüsse Österreichs haben auf der Konferenz am 13.5.1948 beschlossen, das Katholische Männerwerk Österreichs zu bilden“, heißt im Protokoll der Tagung.
„Von Anfang an verstand die KMB ihre Arbeit als Beitrag zur aktiven Mitgestaltung von Gesellschaft und Kirche aus dem Geist des Evangeliums. Die Katholische Männerbewegung bietet Männern Raum zur Begegnung sowie Unterstützung in verschiedensten Lebenssituationen an. Sie begleitet seitdem Männer ganzheitlich, liefert regelmäßig Beiträge und Impulse zur Männerpastoral in Österreich und gestaltet diese aktiv und gemeinsam mit Männern“, betont Dr. Leopold Wimmer, Vorsitzender der KMBÖ.

Entwicklungszusammenarbeit
Es begann 1958, als der wirtschaftliche Wiederaufbau das Leben und den Alltag in Österreich prägte und der Glaube an einen dauerhaften Frieden immer mehr Nahrung bekam: Die KMB traf die weitreichende Entscheidung, dem Aufruf des Bischofs der Insel Flores in Indonesien zu folgen und jene Menschen zu unterstützen, die unsere Hilfe bitter nötig hatten. Aus einer einmaligen Spendenaktion wurden „Bruder in Not“. 1967 wurde die KMB als Gründungsmitglied des österreichischen Entwicklungsdienstes (ÖEHD, später ÖED) zur Geburtshelferin einer der bedeutendsten Personalentsendeorganisationen Europas (heute: Horizont3000). 1983 stieg die KMB als Gesellschafterin bei der „EZA Fairer Handel GmbH“ ein und hält heute 60% der Anteile. Der faire Handel und die Produkte der EZA (Kaffee, Schokolade, etc.) haben sich in Österreich etabliert und sichern die Lebensqualität der Produzentinnen und Produzenten in Entwicklungsländern. Das Engagement für eine gerechte Welt findet seit 1996 unter dem Namen SEI SO FREI statt.

Romero-Preis
Ein wichtiges Anliegen der Katholischen Männerbewegung ist nicht nur die Zusammenarbeit mit den Menschen in den Partnerländern Afrikas und Lateinamerikas, sondern auch die Anwaltschaft für die Durchsetzung der Menschenrechte. Diese Anwaltschaft der Durchsetzung der Menschenrechte ist eine der Hauptaufgaben der KMB. Aus diesem Grund gründete sie 1980 den Erzbischof-Romero-Anerkennungspreis (heute als Romero-Preis bekannt). Durch die Vergabe des Romero-Preises wird das gesellschaftspolitische und soziale Engagement des Preisträgers oder Preisträgerin anerkannt und gestärkt. Die Katholische Männerbewegung und SEI SO FREI verleihen jährlich den wichtigsten Preis für Menschenrechte in Österreich, der mit 10.000 EURO dotiert ist.

Sommerakademie, Sternwallfahrt, Vatertag und Männerarbeit
Die Sommerakademie der Katholischen Männerbewegung fand zum ersten Mal im Jahr 1986 in Bad Leonfelden (OÖ) statt. Die Jahresthemen werden für die Mitglieder und Multiplikatoren der KMB in hochrangigen, aber durchaus verständlichen Vorträgen, Arbeitsgruppen und Diskussionen tiefgründig erarbeitet. Jahresthemen der Sommerakademie wie Toleranz (2001) führten zu österreichweiten Diskussionen: „Respektvoll miteinander in der Kirche und in der Gesellschaft umzugehen, das ist der KMB sehr wichtig“, sagt Dr. Leopold Wimmer.

Das Leben von Franz Jägerstätter ist für die Katholische Männerbewegung Anlass, ein klares Zeichen für Zivilcourage zu setzen: Von nah und fern, aus Vorarlberg, Niederösterreich, Burgenland, Salzburg und benachbarten Orten begeben sich seit 2007 Mitglieder und Freunde der KMB zu Fuß oder mit dem Rad auf die Spuren des Märtyrers Franz Jägerstätter. Die Sternwallfahrt nach St. Radegund ist jedes Jahr im Mai ein fixer Punkt im Kalender der KMB.

Die Väterarbeit ist in den letzten Jahren ein wichtiger Schwerpunkt der KMB geworden. Die KMB setzt sich weiterhin für Männerarbeit ein, nicht zuletzt bei der Gründung des Dachverbands Männerarbeit Österreichs (DMÖ).
Verschiedene Aktivitäten sowie Lobbyarbeit zeigen, dass die KMB sich in den vergangenen sieben Jahrzehnten immer wieder neuen Herausforderungen – entsprechend den sich wandelnden Lebenssituationen der Männer – gestellt hat und auch in Zukunft das aufgreifen wird, was Männer bewegt!