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KMB - Herbstkonferenz in Zwettl

Prof. Höchtl bei Männerbewegung: 1.110 Parteien wollen in Österreich mitgestalten
Zur Herbstkonferenz der Katholischen Männerbewegung lud sie den langjährigen Bundespolitiker, Abgeordneten und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Josef Höchtl nach Zwettl. Er referierte zum Thema „Von der Ohnmacht zur Wirkmacht“ über die Möglichkeiten zur Mitgestaltung der Gesellschaft in Österreich.


Im Rahmen seiner Ausführungen präsentierte Dr. Höchtl einen neuen Rekord. Per September 2018 sind bereits 1.110 Satzungen als politische Parteien beim Innenministerium hinterlegt. Derzeit würden 85 Prozent der österreichischen Bevölkerung die Demokratie als die beste Form des Regierens bezeichnen, aber wie andere Beispiele in anderen Ländern zeigen, müsste diese Errungenschaft jeweils neu verteidigt werden.
Persönlich halte er es mit einem Zitat des Heiligen Augustinus: „Ich dir muss brennen, was du im anderen entzünden willst.“ Dies gelte sowohl für den Glauben als auch für die politische Einstellung. Höchtl selbst war in der Katholischen Jugend und 50 Jahre lang Organist. In Österreich gebe es eine freie Gesellschaft und eine Minderheit auf der Welt lebe in Freiheit. Zur Mitgestaltung nannte er vier wichtige Elemente: „Ich muss selber brennen, Verbündete suchen, mit einem System der Streuung quasi missionarisch sein und mich selbst engagieren und mitgestalten“. Das zu gestaltende politische und religiöse Feld solle nicht den anderen überlassen werden.
„Man muss uns in der KMB als Christen erkennen“ ermunterte Diözesanobmann Leopold Wimmer von der Katholischen Männerbewegung (KMB) die Teilnehmer der Konferenz. Dazu müsse jeder sein eigenes Leben verstehen, ein eigenes Urteil bilden und dies auch kundtun. Nur so sei eine Mitgestaltung der Gesellschaft möglich. Im Rahmen der Tagung präsentierte Mag. Bianca Seidl die Möglichkeiten des neuen Erwachsenenschutzgesetzes, das den betroffenen Menschen wieder mehr in den Mittelpunkt stellt. Dieses Gesetz löste die bisherige Sachwalterschaft ab. Diözesansekretär Michael Scholz präsentierte das Jahresprogramm. Dabei stehen Besinnungstage in Bad Traunstein, die Impusltage in Zwettl und Kilb sowie der Diözesane Männertag auf dem Programm.