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Zyklon „Idai“ hinterlässt tiefe Wunden

Die Ausmaße der Katastrophe werden erst langsam sichtbar. Der Tropensturm, der in der Nacht von 14. auf 15. März weite Teile Mosambiks verwüstet hat, hinterlässt aktuell Millionen Menschen ohne Nahrungsmittel und Notfallversorgung.

Seit 18 Jahren arbeitet Sei So Frei, die entwicklungspolitische Organisation der Katholischen Männerbewegung, gemeinsam mit der Partnerorganisation Esmabama in der Provinz Sofala. Neben Landwirtschaftsprojekten für die kleinbäuerliche Bevölkerung liegt der Schwerpunkt auf Erwachsenenbildung im Busch. Die sogenannten „Schulen unter dem Schattenbaum“ werden auch von der Fastenaktion der Diözese St. Pölten unterstützt.

Erst zweieinhalb Wochen nach dem Zyklon konnten erstmals drei Notfalltrucks mit Mais, Bohnen, Reis, Zucker, Öl, Diesel und Moskitoschutz in das Projektgebiet vordringen, das ungefähr so groß wie Niederösterreich ist. Es gibt jedoch kein Trinkwasser, keinen Strom und die Zahl der Cholera- und Malariainfektionen steigt täglich. Tausende Todesopfer werden befürchtet, noch immer werden mehrere tausend Menschen vermisst.

Sei So Frei ist nach der unfassbaren Naturkatastrophe in engem Kontakt mit den Ansprechpartnern vor Ort und tiefst betroffen. „Noch während unserem letzten Projektbesuch im August waren die Zuversicht und Lebensfreude der Menschen hier deutlich spürbar“, berichtet Franz Hehenberger, Geschäftsführer von Sei So Frei OÖ. „Nun steht die gesamte Region vor dem absoluten Nichts und kämpft ums Überleben!“

Jetzt ist rasches Handeln wichtig. Hunderte Menschen starben bereits an Erschöpfung, ertranken oder verhungerten. Ihre Leichen liegen über weite Gebiete verstreut und können nur langsam geborgen werden. Die Gesundheitseinrichtungen in den Sei So Frei-Missionsstationen sind notdürftigst in Betrieb. Um die Menschen in Sofala mit dem aktuell Wichtigsten – Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Medikamenten und Seuchenprävention – zu versorgen, braucht Sei So Frei Hilfe aus Österreich. „Die Familien können auch weiterhin auf unsere langfristige Begleitung zählen! Nach der Nothilfe werden wir sie beim Wiederaufbau unterstützen“, sagt Hehenberger.

Neues aus Mosambik und Online-Spenden auf: ooe.seisofrei.at
Spendenkonto von Sei So Frei: AT30 5400 0000 0069 1733, Kennwort: Hilfe für Mosambik

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Mit 25 Euro kann eine 7-köpfige Familie eine Woche lang mit Mais, Bohnen, Öl und Zucker versorgt werden.
150 Euro kostet der Diesel, um den Stromgenerator in einer Gesundheitseinrichtung eine Woche lang zu betreiben.
360 Euro kosten die Malariatests, Malaria-Medikamente, Elektrolytlösungen gegen Cholera, Infusionen, etc. einer Gesundheitseinrichtung für eine Woche.